Die digitale Kunstgalerie ist die treibende Kraft hinter der Regeneration der Galleria Bombi, wo M-Cube eines der ambitioniertesten kulturtechnologischen Projekte Europas leitet. Von Anfang an war das Ziel klar: eine historische städtische Passage in eine digitale Kunstgalerie von ikonischem Charakter zu verwandeln, die kulturelles Erbe, Innovation und die Identität der Gemeinschaft miteinander verbindet. So beherbergt Gorizia heute die längste LED-Galerie Europas, die am 16. Dezember 2025 im Rahmen der Feierlichkeiten zur Europäischen Kulturhauptstadt eröffnet wurde, die gemeinsam mit Nova Gorica ausgerichtet wird.
Darüber hinaus bringt dieses Projekt nicht einfach Technologie in einen öffentlichen Raum. Vielmehr definiert es neu, wie Besucher Kultur erleben. M-Cube spielte durch seine auf LED spezialisierte Division Videomobile sowie gemeinsam mit Electron Italia eine zentrale Rolle bei der Gestaltung dieser Transformation. Die Initiative vereint italienische Handwerkskunst, fortschrittliche Ingenieurtechnik und digitale Kreativität. Infolgedessen hat sich die Galerie von einem Fußgängertunnel zu einer immersiven, multisensorischen Umgebung entwickelt, die als DAG bekannt ist.
Wichtig ist zudem, dass der Eingriff das architektonische Erbe des Ortes respektiert. Gleichzeitig führt er eine hochmoderne LED-Infrastruktur ein, die neue europäische Standards setzt. Damit steht die Galleria Bombi heute als Symbol für kulturelle Erneuerung, getragen von digitaler Innovation.
Das Projekt konzentriert sich auf eine 100 Meter lange LED-Wand mit einer Gesamtfläche von 925 Quadratmetern. Damit ist sie die längste Installation einer digitalen Kunstgalerie dieser Art in Europa. Die Struktur misst 9,25 Meter in der Breite und folgt nahtlos der Krümmung des Gewölbes.
Technisch liefert das System eine außergewöhnliche Leistung. Mit einem Pixelabstand von 2,5 Millimetern und einer Auflösung von 40.000 × 3.700 Pixeln erzeugt es Bilder in ultrahoher Definition. Dadurch tauchen Besucher vollständig in eine kraftvolle visuelle Erzählung ein.
Zudem erforderte die gekrümmte Architektur eine perfekte Integration zwischen ingenieurtechnischer Präzision und italienischer Handwerkskunst. Das Team bewältigte komplexe strukturelle und installative Herausforderungen, ohne die historische Integrität der Galerie zu beeinträchtigen. Dieses Gleichgewicht zwischen Innovation und Bewahrung prägt die Identität des Projekts.
Hinter der visuellen Wirkung steht eine bemerkenswerte technische Infrastruktur. Das gesamte System umfasst 37.000 Kilogramm selbsttragende Tragstrukturen. Bemerkenswert ist, dass diese Strukturen vollständig unabhängig von den ursprünglichen Wänden der Galerie sind.
Darüber hinaus verwendet die Installation 6.000 strukturelle Bolzen und 44.400 Befestigungsschrauben. Das LED-System besteht aus 3.700 Cabinets und 14.800 Boards mit Nano-Beschichtung und GOB-Behandlung. Die Infrastruktur integriert außerdem 34 Fibre-Converter und 267 CAT6-Signalkabel.
Das Netzwerk umfasst zudem 11.000 Meter CAT6-Verkabelung und 6.000 Meter Glasfaserkabel. Die Stromverteilung beinhaltet 2.000 Meter Kabel von Unterverteilungen zu den Cabinets sowie 6.000 Meter 240-mm²-Kabel von der Umspannstation zur Hauptschalttafel. Zusätzlich verfügt das System über 300 Meter Kabeltrassen und 300 Meter Lüftungskanäle.
Fünf professionelle Workstations steuern zwanzig 4K-Videosignale. Zwölf spezialisierte Techniker haben die Installation innerhalb von dreißig aufeinanderfolgenden Tagen abgeschlossen. Die Größe und Komplexität dieser digitalen Kunstgalerie erforderten daher eine außergewöhnliche Koordination und Expertise.
Der erste künstlerische Inhalt wurde vom weltweit renommierten Digitalkünstler Refik Anadol geschaffen. Seine Arbeit verwandelt die Galleria Bombi in einen symbolischen Raum, in dem Daten, Kunst und Emotionen zusammenkommen. Dadurch wird die Galerie zu einem kulturellen Wahrzeichen innerhalb des Programms der Europäischen Kulturhauptstadt 2025.
Manlio Romanelli, Präsident der M-Cube Group, betonte die strategische Bedeutung des Projekts. Er hob hervor, wie das Unternehmen seine globale Expertise auf eine bedeutende Intervention im eigenen Heimatgebiet angewendet hat. Ebenso unterstrich Leonardo Comelli, Commercial Director von M-Cube, den Wert, den dieses Projekt der Region während der Feierlichkeiten im Jahr 2025 bringt.
Auch Cristian Bragato, CEO von Videomobile, betonte die technologische Herausforderung hinter der Installation. Er bestätigte, dass fünfundzwanzig Jahre Forschung und Entwicklung im Bereich LED diese Leistung möglich gemacht haben.
Letztlich ist die Galleria Bombi für die Öffentlichkeit kostenlos zugänglich. Sie stellt mehr dar als eine Installation. Sie verkörpert einen neuen Treffpunkt zwischen Kultur und Innovation. Hier wird Technologie zu einer künstlerischen Sprache und wertet zugleich das städtische Erbe auf, während sie Gorizia in eine Zukunft projiziert, die eng mit Kreativität und der digitalen Welt verbunden ist.